Zertifikats­lehrgang "betrieb­licher Daten­schutz­beauf­tragter"

Ausbildung zum Daten­schutz­beauf­tragten in Neu­bran­den­burg


Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und das novellierte Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) stellen viele neue Anforderungen an Unternehmen. Um diese umzusetzen, ist es hilfreich, einen kompetenten Ansprechpartner im Unternehmen zu haben, der beratend zur Seite steht, notwendige Dokumente (z.B. das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, Datenschutzerklärungen etc.) erstellt und die Einhaltung der Datenschutzgesetze überwacht. Genau diese Aufgaben übernimmt der betriebliche Datenschutzbeauftragte.

Neben einer freiwilligen Qualifiaktion und Bestellung, kann sie auch durch das Gesetz verpflichtend gefordert sein. Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn:

  • Sie mehr als 9 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigen (z.B. PC-Arbeitsplätze)
  • Sie in einem umfangreichen Ausmaß z.B. Gesundheitsdaten oder Angaben zu religiösen Überzeugungen / Konfession verarbeiten (z.B. hohe Zahl von Mitarbeitern, Tätigkeit im Gesundheits- / Pflegebereich)
  • Sie eine systematische umfangreiche Überwachung öffentlich zugänglicher Bereiche durchführen (z.B. Kameraüberwachung)
  • ... und in vielen weiteren Fällen.

Datenschutzbeauftragte müssen über eine nachweisbare Fachkunde verfügen. Genau zu diesem Nachweis und zur Vermittlung des zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Fachwissens dient der Zertifikatslehrgang "betrieblicher Daten­schutz­beauftragter".

Das wichtigste auf einen Blick:

Zeitraum: 02.09.2019 - 11.09.2019 (zwischen 8:30 und 16:00 Uhr)
55 Lehrstunden zu je 45 Minuten
Ort: Neubrandenburg
Zielgruppe: Personen, die als betrieblicher oder externer Datenschutzbeauftragter tätig werden wollen und noch keinen Nachweis über die fachliche Eignung besitzen
Abschluss: Teilnahmebestätigung & Zertifikat (bei Bestehen der Prüfung)
Kosten pro Teilnehmer: 950,00 Euro (zzgl. 19% MwSt.) / 1.130,50 Euro (inkl. 19% MwSt.)

Der Dozent


Ich freue mich über Ihr Interesse am Zertifikatslehrgang zum betrieblichen Datenschutzbeauftragten! Als Wirtschaftsfachwirt (IHK), Business Consultant (IHK), Wirtschaftsjurist (FSGU) und zertifizierter Datenschutzbeauftragter betreue ich seit einigen Jahren private und kommunale Unternehmen zum Thema Datenschutz und Datenschutz-Compliance.

Insgesamt habe ich so bislang rund 40 Unternehmen auf dem Weg zur Datenschutzkonformität unterstützt, betreue einen Teil davon als externer Datenschutzbeauftragter und führe regelmäßig auch Mitarbeiterschulungen und Lehrgänge wie diesen durch.

Mein Fachwissen und die Erfahrungen aus den begleiteten Unternehmen sorgen für einen hohen Praxisbezug des Lehrgangs. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem auch die Verständlichkeit der vermittelten Inhalte. An den 8 Lehrgangstagen erlangen die Teilnehmer umfassendes Wissen zum Datenschutzrecht, methodisches Handwerkszeug für den Start als Datenschutzbeauftragter und Einblicke in die Praxis eines erfahrenen Datenschutzberaters.

Den Abschluss des Zertifikatlehrgangs bildet ein Testat, in dem die Teilnehmer ihr Wissen unter Beweis stellen müssen...

Zielgruppe

Zielgruppe dieses Lehrgangs sind Personen, die künftig als Datenschutzbeauftragte tätig werden wollen oder es schon sind und ihr Wissen auffrischen oder erweitern wollen.

Er ist aber auch für Unternehmer, Führungsverantwortliche und Datenschutz-Manager geeignet, die selbst einen tieferen Einblick in das neue Datenschutzrecht nach Wirkungsentfaltung der EU-Datenschutzgrundverordnung und dem novellierten Bundesdatenschutzgesetz erlangen wollen.

Für eine Teilnahme sind keine zwingenden Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen. Dennoch sollten die folgenden Merkmale bei den Teilnehmern zutreffen:

  • Auffassungsvermögen & analytische Denkweise
  • Verständnis für betriebliche Abläufe
  • Grundlegende IT-Kenntnisse
  • Strukturierte Arbeitsweise
  • Kommunikationsstärke

Inhalte des Lehrgangs

Der Lehrgang ist in fünf Module unterteilt, die inhaltlich aufeinander aufbauen. Die wesentlichsten Inhalte sind wie folgt gegliedert:

Modul 1
Begrüßung & Vorstellung des Lehrgangs, Erfassen von Vorkenntnissen & persönlichen Bedürfnissen (branchenspezifisch), Was sind personenbezogene Daten?, Daten als Rohstoff & Zahlungsmittel, typische Daten in Unternehmen, Datenströme & Datenquellen, Basics zum Datenschutzbeauftragten, rechtliche Grundlagen

Modul 2
Gesetztessystematik & -synthese, Aufbau & Struktur DS-GVO & BDSG, Grundprinzipien, Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, die Einwilligung, Datenkategorien & Schutzbedarfe, Erforderlichkeit, Partner, Aufgaben & Rechte des Datenschutzbeauftragten, Rolle der Datenschutzbehörden, Dokumentationspflichten, Informationspflichten, Vorgehen bei Datenpannen, Auftragsverarbeitung, Datenweitergaben in Drittländer

Modul 3
datenverarbeitende Stellen, Prüfung von Prozessen auf Compliance, Identifikation kritischer Verarbeitungen, Erstellung des Datenschutzkonzeptes, Managementsysteme (ISO 27001, VDS 10010 & 3473), Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung, wichtige Datenschutzrichtlinien & -konzepte (Bring your own device, Privatnutzung etc.), Vorgehen bei Auskunftsersuchen, Change Management / Veränderungen richtig angehen

Modul 4
Datenschutz in IT-Systemen, Authentifizierungs- & Verschlüsselungsverfahren, Datenschutz an Peripheriegeräten, Datenschutz und E-Mails, Abwehr von digitalen Bedrohungen, Speicher- & Datenhaltungskonzepte, technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz von Daten

Modul 5
Praxistipps für den Start als Datenschutzbeauftragter, Erstellung Fahrplan

Abschluss des Lehrgangs

Bereits während der einzelnen Lehrgangstage erfolgen regelmäßig Lernerfolgskontrollen in Form von praktischen Aufgaben, die in Gruppen bearbeitet und später präsentiert sowie ausgewertet werden. Dies spiegelt auch den hohen Praxisbezug und die Handlungsorientierung des Lehrgangs wider.

Am letzten Lehrgangstag erfolgt eine schriftliche Abschlussprüfung. Diese besteht aus 50 Multiple- Choice-Fragen, bei denen eine oder mehrere Antworten richtig sein können. Die Fragen behandeln wesentliche Grundsätze des Datenschutzrechts und sollten von aufmerksamen Teilnehmern ohne größere Probleme richtig beantwortet werden können.

Das Testat ist bestanden, sofern mindestens 25 der 50 Fragen richtig und vollständig beantwortet wurden. Für die Beantwortung der Fragen haben die Teilnehmer 60 Minuten Zeit.

Zur Prüfung als Hilfsmittel zugelassen sind relevante Gesetztestexte (DS-GVO & BDSG), die sich die Teilnehmer eigenständig besorgen müssen, wenn sie diese zur Prüfung nutzen wollen. Sinnvoll ist durchaus, sie schon am ersten Lehrgangstag griffbereit zu haben, um gegebenenfalls schon Markierungen während des Lehrgangs vorzunehmen.

Nach Abschluss des Lehrgangs und mindestens 90% Anwesenheit an den Lehrstunden erhalten die Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung. Bei Bestehen des Testats und mindestens 90% Anwesenheit an den Lehrstunden erfolgt zusätzlich die Ausstellung des Zertifikats, das den Teilnehmern die erforderliche Fachkunde und die bestandene Prüfung bescheinigt. Dieses wird in etwa binnen 1-2 Wochen nach Abschluss des Lehrgangs per Post versendet.

Die Teilnehmer erhalten nach jedem Lehrgangstag Unterlagen zu den behandelten Themen (Power- Point-Folien, Vorlagen etc.), die nach dem Lehrgang als Gedächtnisstütze und Hilfe für den Arbeitsalltag genutzt werden können.

Jährlich werden Auffrischungskurse zum Fachkundeerhalt angeboten. Die Auffrischungskurse sind freiwillig, nicht in den Lehrgangskosten enthalten und müssen separat gebucht werden.

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